Grün, grün, grün ist mein IT-Equipment: Warum gebraucht nachhaltiger ist
Produkte, die mit „grün“ oder „umweltfreundlich“ beworben werden, locken gerade in der heutigen Zeit viele Käufer an. Der Nachweis, ob diese aber wirklich „nachhaltiger“ und somit „besser“ sind, fehlt leider in vielen Fällen. Die EU-Kommission möchte nun Schluss mit vagen Produktangaben machen – denn die Europäische Union soll bis 2050 klimaneutral werden. Eine bessere Aufklärung für Verbraucher – z. B. über begrenzte Haltbarkeit oder Nutzungsdauern (wegen fehlender Software-Updates) – soll daher für Verkäufer verpflichtend werden. Kurz: weniger Greenwashing, mehr Information für den Konsumenten. Wir möchten daher einen Blick mit Ihnen in die Welt der „Green IT“ wagen: Gebrauchte IT-Hardware – umweltschonend oder nur ein „Greenwashing-Produkt“?
10 Gründe für refurbished IT
- Preisersparnis: Gebrauchte IT-Hardware ist um ein Vielfaches günstiger als Neuware
- Besser für die Umwelt: Weniger Emissionen, keine Ressourcenverschwendung – wer auf Gebraucht-IT setzt, handelt nachhaltiger
- Realisierbar: auch für KMUs mit geringem IT-Budget
- Schneller geliefert: denn sie muss nicht erst produziert werden
- Individuell konfigurierbar: nicht nur wegen der erschwinglichen Preise, auch durch die bessere Verfügbarkeit
- Produktionsfehler ausgeschlossen: war bereits zuverlässig im Einsatz
- Geprüfte Qualität: Gebrauchtware wird vielen Tests unterzogen, damit nur einwandfreie Geräte wieder in den Verkauf gelangen
- Wertverfall clever umgehen: gleich auf refurbished IT setzen
- Lieferengpässe können umgangen werden: in dem man sich – bedingt durch den günstigen Preis – einen höheren Bestand an Festplatten / Arbeitsspeichern anschafft, um einem Ausfall vorzubeugen
- Erweiterte Garantie: während Neuware oft mit einer Standardgarantie von 3 Jahren ausgeliefert wird, kann bei Gebrauchtware oft eine Garantieerweiterung bis zu 5 Jahren erworben werden
Was ist „Greenwashing“?
Der Begriff „Greenwashing“ bezeichnet den Versuch eines Unternehmens, ein oder mehrere Produkte – oder sogar das ganze Unternehmen an sich – in einem ökologisch besseren Licht darzustellen. Durch clevere Marketingaktionen wird darauf abgezielt, sich umweltbewusster und nachhaltiger zu machen, als man wirklich ist.
Das „Grünwaschen“ soll dann Kunden dazu verleiten, die vermeintlich nachhaltigen Produkte eher zu kaufen oder das Image der Firma zu verbessern. Darunter gehört zum Beispiel das Werben mit Selbstverständlichkeiten, einen einzelnen nachhaltigen Artikel aus dem Sortiment stark hervorheben, obwohl das restliche Produktportfolio alles andere als nachhaltig ist oder die Beteiligung an Klimaschutzprojekten, um vom eigentlichen – nicht umweltfreundlichen – Business abzulenken.
Vor allem im Lebensmittelsektor werden diese Maßnahmen gerne eingesetzt: Große Konzerne, die auf Einwegplastikverpackungen setzen, geben sich durch Werbung mit Strom aus erneuerbaren Energien als „grün“ aus und setzen sich selbst Ziele wie: „komplett plastikfrei“ oder „Fleisch nur noch aus Haltungsstufe 3 und 4“ bis 2030. Wie viel Prozent dann aber wirklich aus Wind- oder Solarkraft kommt oder ob die Zielsetzung wirklich auch vorangetrieben wird, ist fraglich.
Verbraucher haben leider meist nur wenig Möglichkeiten, zu prüfen, ob das gewünschte Produkt wirklich nachhaltig ist oder man auf eine „Greenwashing-Falle“ hereinfällt. Im Lebensmittelbereich sollte man zum Beispiel hinterfragen, wie/wo die Produkte hergestellt bzw. angebaut werden, wie sieht die Verpackung aus und bei Obst und Gemüse, ob dieses gerade Saison hat.
Bei Technikgeräten ist es bedauerlicherweise nicht so einfach, Einsicht zu bekommen. Daher möchten wir etwas Transparenz schaffen – denn je mehr dem Käufer bewusst ist, wie schädlich z. B. ein ständiges Wechseln von Tablets oder Smartphones für unsere Natur ist, desto besser.
